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Kyffhäuser MTB-Bergrennen 2017 – Es kann nur ein… zwei geben :-D

Mit der Treue ist das so eine Sache. Wenn’s läuft, dann ist ein Treueschwur easy going. Im Fußball fällt’s beim Erfolg sehr leicht: „Ich bleib euch immer treu, auch in Liga 2.“ Wenn es dann wirklich nach unten geht, war’s ja nicht so gemeint: „Also jetzt ist meine Geduld als treuer Fan auch am Ende, es reicht.“

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In jungen Jahren wird in der Liebe oft Treue geschworen: „Jaja, du bist meine große Liebe und ich bleib dir immer treu, in echt. Können wir jetzt endlich loslegen?“ Die Treue ist da wirklich ehrlich gemeint, jedes Mal.

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Beim Kyffhäuser war’s dieses Jahr ähnlich; im letzten Jahr noch mit großer Gruppe ein tolles Wochenende verbracht, waren die Treueschwüre im Jahr darauf nicht mehr viel wert: „100%ig wieder dabei, kannst gleich für mich mitbuchen, schon in den Kalender eingetragen, gesetzt, usw.“

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Übrig blieben Kai und ich. Nicht schlimm, kennt man von anderen Radsportveranstaltungen, passte dies Jahr nur so gut als Anfang des Berichts 🙂

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Kai und ich hatten bereits Freitag Urlaub genommen um schon am Abend vorher in Bad Frankenhausen zu sein. Das Kyffhäuser Wochenende bedeutet nicht nur das Rennen am Samstag, sondern dazu gehört der Besuch beim Italiener am Freitagabend, wie auch mittlerweile der Besuch beim Chinesen am Samstagabend. Man kann am Samstagmorgen ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann zum Festplatz gehen, Startunterlagen holen und den Start der Laufwettbewerbe anschauen.

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Der Start gegen 12:30 Uhr gibt einem auch genügend Zeit sich in Ruhe fertigzumachen, ggf. warmzufahren und sich langsam zum Start aufzumachen. Kai entschied sich für die 60km Runde, ich ließ mich aufgrund einer kleinen Verletzung noch auf die 40km Runde umschreiben.

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Zu den Vorjahren gab es eine Änderung, der Start der 60er und 40er Starter geschah nicht gleichzeitig, sondern die 40er starteten um 10 Minuten versetzt. Das war auf Nachfrage dem Umstand geschuldet, dass es in der Vergangenheit immer zu Stürzen in der Anfangsphase kam. Damit wurde jedoch auch ein Problem geschaffen, das es vorher nicht gab; die schnellen 40er Fahrer fuhren auf die langsamen 60er Fahrer auf und versuchten teilweise an Stellen zu überholen, wo eigentlich kein Überholen möglich war.

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Beim Start des 40er Rennens knallte es übrigens schon nach 150 Metern. Schön auf dem harten Asphalt. Wird auch immer wieder passieren, weil der eine oder andere Fahrer mit dem Messer zwischen den Zähnen fährt und meint, er muss das halbe Feld von hinten schon auf den ersten 300 Metern überholen.

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Das Rennen war übrigens wieder ein Riesenspaß, so wie jedes Jahr. Dieses Jahr war der Boden aber überall pfurztrocken, super zu fahren und da ich die mittlere, 40er Runde gefahren bin, hatte ich noch genug Kraft im letzten Viertel. Anstrengend war’s trotzdem; gemütlich kann man den Kyffhäuser nicht fahren.

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Auch wenn ich nächstes Jahr zum Kyffi wieder fit bin, werde ich nur noch die 40er Runde fahren. Macht auch großen Spaß, ist anstrengend genug und auf die Selbstgeißelung der letzten 20 km der 60er Runde kann ich gerne verzichten 🙂

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Großen Respekt vor zwei E-Fatbike Fahrern, welche mit ihrem Gefährt die 60er Runde gemeistert haben. Ach ja, bevor sich jemand räuspert, die beiden sind OHNE Akku gefahren.

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Nach dem reichhaltigen Essen beim Chinesen haben wir in diesem Jahr noch die Kollegen vom RSC Harsefeld besucht, die wie jedes Jahr mit einer starken Truppe angereist waren.

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Das Wochenende am Kyffhäuser war mal wieder megageil. Viel Spaß für kleines Geld und ohne viel Aufwand. Bei der Abfahrt Richtung Harsefeld schauten Kai und ich noch kurz zum Kyffhäuser-Denkmal und grinsten beide gleichzeitig; innerlich hatten wir gerade unseren Treuschwur für nächstes Jahr erneuert.

Thomas Tremmel