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Gravel du Nord in Buxtehude

Keine Frage; Graveln ist wahrscheinlich momentan die beliebteste Radsportart bei Radfahrern. Die Bandbreite an Modellen ist extrem groß. Von *fast schon Mountainbike* bis *fast schon Rennrad* ist alles vertreten.

Auch in Buxtehude konnte man manches außergewöhnliches Gefährt bestaunen

So ist IMHO ein Gravel auch immer ein Kompromiss zwischen einem schnellen Rennrad für reines Fahren auf Asphalt und einem MTB-Hardtail, mit dem man z. B. wurzelige Abfahrten schneller und sicherer bewältigen kann.

In der Gruppe waren auch MTB-Race Fullys und Cyclocrosser vorhanden.

Graveln hat auch einen schönen Nebeneffekt hervorgerufen, Gravel-Communitys. Nicht jeder hat Lust mit einer Rennradgruppe über Asphalt zu jagen und sich die Fahrbahn mit Autos zu teilen und Mountainbiker fahren eher alleine oder mit zwei, drei weiteren Leuten. Beim Graveln über Feld und Wiese sieht das schon anders aus. So gibt es in Harsefeld z. B. eine reine Frauen-Gravel-Gruppe, die Gravel-Queens und bei der Radsportgruppe des RSC-Harsefeld hat das Gravel definitiv das MTB-Hardtail abgelöst.

Peter mit Gravel und Dennis mit Race-Fully

So wundert es nicht, dass es mit Gravel du Nord eine Social Cyvling Community aus Hamburg gibt, die an einem Wochenende im April zu einer Gravel-Tour um Buxtehude eingeladen hat.

Gravel Du Nord – Offen für alle

Das wollten wir uns mit 6 Fahrern aus Harsefeld nicht entgehen lassen. Wir starteten mit 4 Fahrern aus Harsefeld, Olli kam aus Horneburg dazu, Ralf kam der Gruppe irgendwann entgegen und fuhr dann mit.

Marcel als Guide führte die Gruppe souverän über die Runde.

Treffpunkt war der Bahnhof in Buxtehude. 17 Leute fanden sich ein. Marcel als Guide sprach vor der Runde ein paar Punkte an und dann ging es auch schon los.

Bisschen frisch war’s, aber vom angekündigten Regen blieben wir verschont.

Die Runde sollte 51km betragen und führte uns grob über den Neukloster Forst nach Harsefeld und wieder zurück nach Buxtehude.

Neukloster Forst.

Als Harsefelder dachte ich, sicherlich jeden Meter der Tour zu kennen und selber schon abgefahren zu sein, aber welche schöne Überraschung, es waren tatsächlich neue Wege dabei, die nicht nur für mich neu waren.

Und schön waren die Wege auch.

Die Tour war klasse ausgearbeitet. Kaum Asphalt, sehr schöne Wege und kaum anspruchsvolles Terrain. Ja, im Neukloster Forst mussten wir mal kurz schieben und die Räder über ein paar umgestürzte Bäume tragen, aber das gehörte irgendwie dazu.

Die Gruppe funktionierte einwandfrei

Bei einem so zusammengewürfelten Haufen, der zum ersten Mal zusammenfährt und Fahrer mit unterschiedlichem Leistungsniveau beinhaltet, würde man denken, das kann nur Chaos auf der Strecke geben, aber weit gefehlt. Die Gruppe fuhr fast ausschließlich geschlossen und hielt sofort an oder drosselte das Tempo, wenn jemand abriss.

Die Teilnehmer hatten definitiv Spaß an der Tour.

Das Tempo so gewählt, dass jeder mithalten konnte. Ja, für die Einen ist das natürlich gefühlt sehr gemütlich, für die Anderen schon höherer Pulsbereich. Definitiv war das aber kein Rennen und es wollte sich auch niemand beweisen..

Dennis bewältige die Strecke problemlos mit seinem Race-Fully.

Kurz vor Harsefeld wurde nach einer Kaffeepause gefragt und diese wurde dankend angenommen. Das Eiscafe Dante in Harsefeld war dafür der ideale Ort und eine sehr gute Entscheidung (Waffel beste).

Eiscafe Dante 🙂

Die Hälfte der Tour war geschafft und frisch gestärkt ging es auf die zweite Hälfte. Über die Holzbrücken im Auetal ging es Richtung Ruschwedel und Neukloster. Kurz vor einigen schönen Trails wurde kurz Halt gemacht und Marcel schlug vor, dass diejenigen, die ballern wollen vorfahren und der Rest dann einfach hinterherfährt. Am Ende des Trails wurde dann wieder auf alle Fahrer gewartet. Das lief super.

Bekanntermaßen kann ein Bier Wunden heilen 🙂

Platten gab es wohl nicht, jedoch gab es einen Sturz in der Schotterkurve. Aber wie meinte der Teilnehmer so schön im Ziel: „Die Wunde wird Zuhause mit Bier versorgt und alles ist wieder gut.“ Beste Antwort 🙂

Spaziergänger freuten sich über die freundlich grüßenden Radfahrer.

Im Neukloster Forst gab es nochmal einen sehr wurzligen Trail zum Abschluss. Wer den nicht fahren wollte, fuhr einfach mir hinterher. Ich kannte diesen Trail, wollte mir den schenken und fuhr einfach drum rum.

Sammeln zum Gruppenfoto.

Am Ende des Trails stellten wir und noch für ein Gruppenfoto zusammen. Jupp, Marcel hatte recht, die Location war dafür besser geeignet als der Bahnhof in Buxtehude.

Gruppenfoto mit zufriedenen Teilnehmern.

Am Ende ging es zurück zum Bahnhof Buxtehude. Dort wurden der Guide und die Strecke nochmal verdientermaßen gelobt. Man verabschiedete sich und wir Harsefelder fuhren zurück nach Harsefelder (was auch sonst).

85 km bei 562 Hm für uns Harsefelder.

War sehr schön, kann man wiederholen. Vielleicht fahren wir Harsefelder das nächste mal nach Hamburg. Die Community Gravel du Nord ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Vielen Dank für diese schöne Tour.

Sonne gibt es dann beim nächsten Mal.

Thomas Tremmel